SUV – SUbmarine Vehicle

SUV - SUbmarine VehicleDer Boom der tonnenschweren, brennstofffressenden Allrad-Spähpanzer für die ganze Familie, die lediglich einen gefrässigen Antimaterie-Reaktor brauchen um akkzeptable Fahrleistungen zu erzielen, erscheint mir weiterhin einfach unbegreiflich. Logik zieht hier scheinbar nicht.
Versuchen wir heute doch einmal das Ganze in eine andere Umgebung zu projezieren:

Wir befinden uns in einem kleinen Hafen.
Dort gibt es Sportboote, die schnell fahren,
Yachten für mehrere Personene die es luxuriöser wollen,
Touristendampfer für die schlichte Personenbeförderung und Lastkähne für den Gütertransport.

Dazwischen versucht ein hilfloses Frauchen mit ihrem 170 Meter langen Atom-U-Boot der Typhoon-Klasse rückwärts an den Kai anzulegen. Dies gelingt ihr nach gefühlten drei Tagen auch problemlos und sie reißt dabei auch nur fünf Tretbootfahrer in den Tod.
Danach springt sie alleine von Bord – um im Hafenladen schnell Tampons zu kaufen. Sie wohnt übrigens zwei Gehminuten entfernt.

„Ist das Boot nicht etwas groß für Sie?“ – „Groß ist es schon, aber es hat halt soviel Platz und ist so sicher und so.“

„Transportieren Sie denn soviel?“ – „Nein, eigentlich fahre ich meistens alleine, zum Seidenmalerei-Workshop oder zum Tennis.“

„Ist der große Klotz nicht furchtbar langsam?“ – „Nein, mit dem Atomreaktor geht das eigentlich, ich muss nur Unmengen radioaktiven Müll entsorgen und jeden Tag Plutonium nachlegen. Aber bald kommt ja das Hybridmodell, dann spar ich fast 1kg auf 100 Metern.“

„Mal über ein kleines Sportboot nachgedacht? Kostet weniger, wiegt weniger, fährt schneller, verbraucht weniger?“ – „Ja, aber da kann man nicht so schön vom Turm runterschauen.“

„Und, schon mal getaucht?“ – „Um Gottes Willen, viel zu gefährlich. Außerdem wird dann oben alles naß.
Zudem ist es wohl nicht wirklich dicht, hat  ‚Boot, Motor & Sport‘ neulich herausgefunden…“

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